Prolog

08:05 29.05.2010

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    Eine Denkfabrik sollen wir also sein. Hier im Netz, dieser scheinbar unendlichen neuen Welt. Oh Gott, schon wieder ein Medien-Blog rufen jetzt die Einen und Diejenigen, die sich wirklich um den Journalismus sorgen, sollten zurück rufen: „Oh ja, denn es geht um nicht weniger, als um die Zukunft unseres Berufs – und damit um uns alle!“ Denn für die Freiheit der Presse, für deren Zuverlässigkeit, gingen und gehen die Menschen in vielen Ländern auf die Straße – riskieren den Tod. Guter, aufgeklärter Journalismus ist Freiheit. Und Freiheit ist Leben.

    Eine Denkfabrik sollen wir also sein. Hier im Netz, dieser scheinbar unendlichen neuen Welt. Oh Gott, schon wieder ein Medien-Blog rufen jetzt die Einen und Diejenigen, die sich wirklich um den Journalismus sorgen, sollten zurück rufen: „Oh ja, denn es geht um nicht weniger, als um die Zukunft unseres Berufs – und damit um uns alle!“ Denn für die Freiheit der Presse, für deren Zuverlässigkeit, gingen und gehen die Menschen in vielen Ländern auf die Straße – riskieren den Tod. Guter, aufgeklärter Journalismus ist Freiheit. Und Freiheit ist Leben.

    Ich werde mich jetzt nicht auf die Seite der Kulturpessimisten schlagen. Nicht sagen, dass neue Medien der Untergang des Abendlandes sind: nicht, dass der Bürgerjournalismus uns alle entbehrlich macht. Nein, Bürgerjournalismus ist so alt wie der Beruf selbst. Früher nannten wir diese blogenden und schreibenden Bürger Informanten, weil sie erzählten und wir verarbeiteten es weiter. Jetzt verarbeiten sie selbst und es geht uns eher um Besitzstandswahrung, denn um Demokratiesorgen.

    Wir müssen einen Weg finden, diese neuen Informationswege sinnvoll zu nutzen – müssen uns fragen:

    Was kann das Internet? Was können Suchmaschinen, Blogs, Soziale Netzwerke, Video- und Fotoportale, Internetradios und Top-Ten-Listen? Voyeurismus befriedigen oder wirklich ein Spiegel der Wirklichkeit sein?

    Kann das Internet aufklären und aufdecken oder verschleiert es eher die wahren Nachrichten? Kann ich relevante Informationen aus dieser digitalen Welt filtern? Kann ich über ein Ereignis, über ein ganzes Land aus dem Sozialen Netz berichten? Wer phantasiert und überspitzt? Wer bietet wirklich belegbare Fakten? Wie lassen sich anonymisierte Einträge und Informationen überprüfen? Und wie kann ich diese einordnen, wenn ich selbst das Objekt meiner Berichterstattung nie gesehen habe?

    Ist das Internet der bessere Journalismus?

    Die Antwort ist ein klares Jein! Denn wir stehen erst am Anfang der Experimente mit den neuen Möglichkeiten und kennen das Ergebnis noch nicht…

    Sicher ist nur: Verschließen dürfen wir uns nicht – aber wir müssen es mit wachem und kritischen Geist verfolgen und nicht jeden Hype mitmachen.

    Auch die Tulpenzwiebel wurde einmal als die Zukunft gepriesen. Bis jemand feststellte, dass es nur Blumenzwiebeln sind. Es war der erste Börsen-Crash!

    Einen weiteren Crash des Journalismus sollten wir nicht riskieren. Er liegt ohnehin schon fast am Boden!




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