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Afrikaans – eine umstrittene Sprache

12:06 14.06.2010

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    Etwa 20 Millionen Menschen sprechen Afrikaans. Noch heute hat die Sprache einen bitteren Beigeschmack für viele Afrikaner. Wie man diesen überwindet, zeigen die jungen Südafrikaner im Social Web - sie haben sogar ein paar richitg gute Witze parat.

    Afrikaans

    Sprechen Sie Afrikaans? Foto: This is South Africa

    Afrikaans, früher auch Kapholländisch oder Kolonial-Niederländisch genannt, ist eine der elf Amtssprachen in Südafrika und eine anerkannte Minderheitensprache in Namibia. Aus dem Neuniederländischen des 17. Jahrhunderts entstanden, unterscheidet es sich hauptsächlich durch Vereinfachungen auf dem Gebiet der Grammatik.

    1925 wurde in Südafrika das Niederländische als Staatssprache abgeschafft und Afrikaans neben Englisch als Amtssprache anerkannt. Weltweit sprechen es heute etwa 16 bis 20 Millionen Menschen.

    Der lange Schatten der Apartheid

    Im Apartheidstaat sollte 1976 Afrikaans auch für die schwarze Bevölkerung als Unterrichtssprache zwangsweise eingeführt werden. Da viele schwarze Jugendliche aber die Sprache nur wenig und oft unzureichend sprachen, kam es am 16. Juni 1976 in Soweto zu massiven Schülerprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden. Dieser Vorfall wird später in den Medien als “Mythos Soweto” bekannt, ein Symbol des Widerstands gegen die Apartheid.

    In Südafrika ist es die Muttersprache von nahezu sechs Millionen Menschen oder 13 % aller Einwohner (laut den amtlichen Volkszählungsdaten von 2001). Damit liegt es unter den  Landessprachen hinter isiZulu und isiXhosa auf dem dritten Platz. Seit etwa Mitte der 1980er Jahre gibt es mehr nichtweiße als weiße Muttersprachler.

    “Wie lautet die Amtssprache in Deutschland?” “Holländisch…nein, Afrikaans!”

    Gemeinhin wird Afrikaans als eine Mischung von Niederländisch, Deutsch und Englisch wahrgenommen. Den Deutschen dürften so manche Wörter bekannt vorkommen: “That sounds terribly ‘lekker’ ← Afrikaans for very enjoyable. Hehe.” (“Das hört sich unglaublich “lekker” an – das ist Afrikaans und bedeutet genüßlich”), twittert Anriëtte Combrink. Es gibt auch einen Witz, den man sich auf Twitter erzählt. Im Radio soll ein Gewinnspielteilnehmer gefragt worden sein, was denn die Nationalsprache Deutschlands sei. Der antwortete: “Niederländisch… nein, warten Sie… Afrikaans!”

    Oft wird “Afrikaans” mit “Afrikanisch” verwechselt. Combrink erklärt ihrem Gegenüber im Twitter-Chat den Unterschied: “No,no,it’s Afrikaans,not African, there’s a difference. ;) African is a collection of different languages.Afrikaans is unique.” (“Nein, nein, es heißt Afrikaans, nicht Afrikanisch, da gibt es einen Unterschied. Afrikanisch ist eine ganze Ansammlung unterschiedlicher Sprachen. Afrikaans ist einzigartig.”)

    Jean Ann Esselink twittert zum Abschied: “Goeie Nag Twitteratti That’s Good night in Afrikaans, in honor of the World Cup being held in South Africa. Soet drome.” (“Goeie Nag, Twitterer. Das heißt “gute Nacht” in Afrikaans, der Weltmeisterschaft zu Ehren, die in Südafrika stattfindet. Süße Träume.”)

    Wer jetzt ein wenig Lust auf Afrikaans bekommen hat, kann im folgenden Video schon einmal ein wenig üben:

    Wer spricht heute eigentlich noch Afrikaans? Zum Beispiel die Studenten der University of Pretoria. Die Hochschule unterrichtet zweisprachig in Englisch und Afrikaans. Sie gilt als eine der besten Universitäten Südafrikas, wurde sogar unter die 500 besten Universitäten der Welt gewählt. Bis 1994 wurde in ihren Hallen ausschließlich in Afrikaans unterrichtet.

    Speziell im Großraum der Hauptstadt Pretoria wird heute noch verbreitet Afrikaans gesprochen, auch bei den unter 30-Jährigen. Twitteruserin Saskia twittert: “hehe well at schools ur first language is usually either English or Afrikaans :) then ur 3rd language is an African language” (“Bei uns an de Schule ist deine erste Fremdsprache Englisch oder Afrikaans, je nachdem was du vorher schon gesprochen hast. Deine dritte Fremdsprache ist dann eine afrikanische Sprache.”)

    An die Universität schließt sich übrigens ein eigener Radiosender namens TUKS FM an. Er sendet live vom Campus der University of Pretoria, hauptsächlich auf Englisch. Auf der Facebook-Seite des Radiosenders, die in Englisch gestaltet ist, finden sich aber genauso viele Einträge auf Afrikaans. Die Uni ist ein gutes Beispiel dafür, worauf es der jungen Generation heute besonders ankommt: gemeinsam Spaß zu haben.




    Kommentare:

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    1. 15:06 Uhr, 16.06.2010
      Derrick

      you fail to point out why Afrikaans is in fact “umstritten” anywhere in the article. I do not even really know how a language could be controversial. Maybe you should explain that to me.

      As for the picture “het jy Afrikaans praat?”
      It does not make any sense at all, it means as much as “have you English speak” “haben Sie Deutsch sprechen”

      It is really frightening the ammount of trash that gets written on here. I really hope the writers do not get paid for this. Because it is weak.
      I suppose this comment will be removed like the other one explaining Afrikaans rap to you retards.

    2. 11:01 Uhr, 28.01.2013
      Chris

      Het jy Afrikaans praat?? Das ist falsch! Du schreibst hier..Hast du Afrikaans sprechen?

      Es soll “Het jy Afrikaans gepraat?” heisst. Hast du Afrikaans gesprochen?

      Ich bin Afrikaans** ; )