Südafrikanische Unternehmer

Der Tycoon aus dem Township

20:06 09.06.2010

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    Live-Bands, Partys, Barbecue - Mzoli Ngcawuzele hat es geschafft, aus einer Township-Fleischerei den coolsten Treffpunkt Kapstadts zu machen. Obwohl auch der Ort von den neuen Besuchern profitiert, ist er für die Nachbarn mittlerweile der "Wolf im Schafspelz".

    Mzolis in Gugulethu

    Mzolis ist eine Institution in Kapstadt, doch der Eigentümer ist umstritten. Foto:zoomzoom/flickr

    Dass ihn seine Nachbarn einmal “Gugs Tycoon”  (Industriemagnat von Gugulethu) nennen würden, hätte sich Mzoli Ngcawuzele wahrscheinlich nicht träumen lassen, als er 2003 seine Fleischerei “Mzoli’s Butchery” eröffnete.

    Ein Fleischladen mehr in Gugulethu, einem Township in der Nähe von Kapstadt – niemand hätte gedacht, dass das kleine Geschäft von Mzoli einmal solche Wellen schlagen würde. Bereits fünf Jahre nach Eröffnung hatte er die Fleischerei um ein Restaurant und einen Nachtklub erweitert – der heißeste Treffpunkt Kapstadts war geboren.

    Auch Userin Andy ist auf  ihrem Wizzy Africa Blog begeistert von Mzoli’s:

    ” I have always been on a Saturday afternoon. Arrive around 1pm to 2, and you will get a table. There is usually a band, provided by Mzoli I think, and by late afternoon there can be 250 people there. There can be as many as 30 tourists there as well (I count myself one of them) – it is a popular township destination for visitors. The music means that there is an informal dance area.

    (Ich bin immer samstagabends hingegangen. Komme so gegen 1, 2 Uhr mittags und du bekommst noch einen Tisch. Normalerweise gibt es eine Band, die von Mzoli organisiert wird und am späten Nachmittag sind teilweise bis zu 250 Leute dort. Es sind auch ungefähr 30 Touristen dort – ich zähle mich dazu – es ist ein beliebtes Ausflugsziel im Township. Durch die Musik gibt es auch eine provisorische Tanzfläche)”.

    Auch der Charme des Fleischerladens ist erhalten geblieben – zumindest, was das Essen angeht:

    “You buy your meat.  Throw it in a plastic bucket.  Take it round the back.  And Mzoli and his crew will take care of the rest.  And while you wait, you can step out back into the HOTTEST happening in Cape Town.

    (Du kaufst dein Fleisch. Schmeißt es in einen Plastikkorb. Bringst es nach hinten. Und Mzoli und seine Crew kümmern sich um den Rest. Und während du wartest, bist du mitten im heißesten Ereignis von Kapstadt.)” schreibt david patrick.

    Obwohl es manchmal Ärger wegen Betrunkenen mit den Nachbarn gibt, profitiert die Township-Gemeinde wirtschaftlich von Mzoli’s Erfolg:

    “Die Einheimischen verkaufen da ihre Sonnenbrillen und das Bier aus ihren Hütten heraus, man kauft das Fleisch vom lokalen Metzger, wo bestimmt 20 Angestellte im Verkauf auf Hochtouren arbeiten. Unser Geld fließt also direkt ins Township “, beschreibt Manuela Hufnagel den Ort.

    Doch der Unternehmer von Guigulethu ist nicht überall beliebt. Seine neue Geschäftsidee, ein Einkaufszentrum in Gugulethu zu eröffnen, löste heftige Proteste aus. Während Mzoli beteuerte, er plane die Mall aus Liebe zur Community und nicht wegen des Geldes, werfen ihm einige Bewohner aus Gugulethu vor, dort keine Bewohner des Townships einzustellen.

    Auch die Tatsache, dass einige kleinere Geschäfte umgesiedelt werden mussten, um Platz für das Einkaufsparadies zu schaffen, führte zu Auseinandersetzungen mit den Eigentümern. Sogar Demos wurden gegen die Mall organisiert und Mzoli bekam einen neuen Spitznamen: “black woolf in sheeps clothing (Schwarzer Wolf im Schafspelz)”

    Trotz der Proteste wurde das Einkaufszentrum “Gugulethu Square” eröffnet. Den Anwohnern wurde zur Versöhnung angeboten, sich über die Homepage der Mall für einen Job zu bewerben. Wie viele das Angebot angenommen haben, ist nicht überliefert – an einem Ort, an dem die Wenigsten über einen eigenen Internetanschluss verfügen.




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