Handel zur WM

Die Verlierer der WM

13:06 07.06.2010

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    Seit Monaten fiebern Südafrikas Straßenhändler auf die WM zu. Viele Touristen, viel Kundschaft - so das Versprechen der Fifa. Doch jetzt dürfen die Händler sich nicht mehr in der Nähe der Stadien und Fanmeilen aufhalten.

    Verkäuferin am Durban Beach

    Verkäuferin am Durban Beach. Foto:VSmithUK/flickr

    Obst, Gemüse und Süßigkeiten – auf Südafrikas Straßen gibt es alles, was das Herz begehrt. Die Händler gehören zum Stadtbild, und werden trotzdem gemieden. Vor allem die Fifa will die Kleinhändler nicht sehen. Weder auf den Fanmeilen, noch vor oder in den Stadien sind sie erlaubt.

    „Coke has got space there, and Nando’s has got space there, but the street vendors don not have space there” (CocaCola hat seinen Platz darin, Nando hat seinen Platz darin, aber die Straßenhändler haben keinen), beschwert sich Mama Thelma. Sie verdient 100-200 Rand (11-22 Euro) am Tag, mit denen sie vier Kinder ernährt.

    Nur die Reichen profitieren

    Mit ihrer Meinung ist sie nicht alleine: “It is only rich people who will benefit from the World Cup” (Nur die reichen Leute profitieren von der WM), glaubt Mama Majola, “It is not for us. It is okay if the World Cup never comes here again because we do not benefit from it”(Er ist nicht für uns. Es ist OK, wenn die WM nie wieder hier her kommt, denn wir profitieren nicht davon).

    Obst, Gemüse und Zigaretten wollte sie an Touristen verkaufen, doch weder ihr Protestmarsch im März, noch Petitionen an den African National Congress konnten etwas ändern – für den Kleinhandel bleiben die WM-Meilen Tabu-Zone.

    Alle würden von der WM2010 profitieren, das war das Credo der Regierung und der Fifa an die Südafrikaner. Ein leeres Versprechen.

    Im Gegenteil, die Situation hat sich für viele Händler sogar verschlechtert. Mama Julia, verdient täglich etwa acht Euro mit Fleisch – doch mit der WM werden die Lagerräume überfüllt sein, ihre Ware vergammeln.

    Überfüllte Lagerräume, vergammelte Ware

    „This World Cup is just bringing more difficulties to my life” (die WM macht mein Leben nur noch schwieriger), sagt sie enttäuscht, dabei hatte sie eigentlich auf mehr Kundschaft gesetzt.

    Hilfe suchen die drei Frauen jetzt bei Organisationen wie den World Class Cities for all und der Nelson Mandela Bay Street Vaders Association.

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    Twitterer haben dazu Lösungsvorschläge parat, wie “The street vendors can make money selling hats, gloves and scarves in the colours of the national teams” (Die Straßenhändler können Mützen, Handschuhe und Schals in den Farben des Nationalteams verkaufen, um Geld zu verdienen) – doch so einfach wird es wohl nicht für südafrikanische Kleinhändler.

    Ein absurdes Szenario: Gastgeber werden ihrer Plätze verwiesen und das Fußball-Spektakel nützt am Ende vor allem den üblichen Großkonzernen, nicht aber den Frauen aus Port Elizabeth.




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