Protest

Flashmob gegen Daimler

12:06 07.06.2010

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    Am 13. Juni, dem ersten Spieltag der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika, kann es vor einigen Daimler-Filialen turbulent zugehen: Fans der Kampagne "The star of Apartheid" planen einen Fußball-Flashmob, mit dem sie auf das Schicksal von Apartheidsopfern aufmerksam machen wollen.

    Initiatoren

    Die Initiatoren der "The star of Apartheid"-Kampagne. Foto: Koordination Südliches Afrika

    “Daimler unterstützte die Apartheid in Südafrika. Die Opfer fordern Gerechtigkeit. Wir fordern von Daimler die Aufarbeitung seiner Vergangenheit und angemessene Entschädigung!”

    Mit diesem Aufruf zur Unterzeichnung einer Online-Petition wenden sich die Initiatoren der Kampagne “The star of Apartheid” vor der WM an die Öffentlichkeit, um gegen den Hauptsponsor des DFB-Teams, Mercedes Benz, Stimmung zu machen.

    Das Problem: Bei vielen Südafrikanern, die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, ruft das Daimler-Logo böse Erinnerungen wach. Im April letzten Jahres ließ ein US-Bundesbezirksgericht in New York eine Sammelklage wegen Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen während der Apartheid gegen Daimler und vier weitere Konzerne zu. Der Automobilhersteller soll Fahrzeuge und Maschinen an Polizei und Militär des Apartheidregimes, verkauft haben. Fahrzeuge, mit denen die Sicherheitskräfte den politischen Protest bekämpft haben sollen.

    Der Vorwurf: Daimler habe sich durch seine Geschäfte mit dem Apartheidregime an der Unterdrückung des schwarzen Befreiungskampfes und der Destabilierung der Region beteiligt. Die südafrikanische Organisation Khulumani Support Group fordert deshalb, die Anerkennung des begangenen Unrechts und Entschädigungszahlungen.

    Um den Druck auf den Konzern zu erhöhen, wollen Fans der Kampagne am ersten Spieltag der deutschen Nationalmannschaft (13. Juni) , unter dem Motto “World Cup 2010: Kick Daimler!” einen Fußball-Flashmob vor zahlreichen Daimler-Filialen initiieren.

    In einem Video wird beschrieben, wie die Aktion ablaufen soll.

    Neben Twitter werben sie auch in der Facebook -Gruppe “WM in Südafrika, aber DAIMLER hat noch eine Rechnung offen!”, die derzeit fast 400 Mitglieder hat, um Teilnehmer.

    Der Vorstand der Daimler AG will sich jedoch nicht einschüchtern lassen. Er sieht sich selbst als “einen würdigen Hauptsponsor für die bevorstehende WM 2010 in Südafrika, der sich vor seiner sozialen Verantwortung während der Apartheid-Regimes nie versteckt hat und auch im neuen Südafrika eine entscheidende Rolle in der positiven Entwicklung des Landes gespielt hat.”




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