Google Street View

Guck’ mal, Südafrika!

18:06 16.06.2010

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    Die ganze Welt schaut auf Südafrika. Logisch, dass Google Street View da auch Straßen, Häuser und Menschen frei legt. Die Aufhebung der Privatsphäre ist in Deutschland noch Neuland, doch Südafrika geht damit schon jetzt ziemlich lässig um.

    street view cars

    Google Street View Autos. Foto: niallkennedy/flickr

    Big Brother is watching you – wer schon immer die Straßen und Städte von Südafrika besuchen wollte, ohne sich vom Sofa zu bewegen, sollte sich jetzt hinter den Rechner klemmen.

    Denn seit heute sind große Teile Südafrikas bei Google Street View erfasst. Auf einer Strecke von 64.000 km wurden Bilder geschossen, 27 Städte und Dörfer erfasst. Pünktlich zur WM lassen sich Stadien und Wohnbezirke virtuell besuchen.

    Und während sich die Deutschen mit Händen und Füßen gegen die Google-Bilder wehren, empfindet Südafrikas Internet-Community die Aufmerksamkeit als Ritterschlag.

    “Google Street view is finally here! Huzzah! We’re getting more first-worldier by the day!” (Google Street View ist endlich da! Hurra! Wir werden immer mehr zum Erste-Welt-Land!) twittert alxinldn.

    Monatelang gab es zaghafte Diskussionen über das Für und Wider der Satellitenbilder.

    So bloggte Tinus le Roux: “It’s just to easy for criminals to scope potential properties for break-ins, plan routes, see lots of (…) security details and do this all without raising the suspicion of police, residents, neighbours or security” (Kriminellen wird es zu leicht gemacht potentielle Ziele zu finden um einzubrachen, Routen zu planen, (…) Sicherheitsvorkehrungen auszuspionieren und all das, ohne dass die Polizei, Nachbarn, Sicherheitskräfte oder Anwohner es bemerken).

    Eina andere Dame war so beunruhigt von einem Auto in ihrer Garage, dass sie dem Sicherheitsdienst ADT mailte.

    Doch jetzt gibt es kein Zurück mehr. Südafrika wurde von der virtuellen Welt erfasst – und die Bevölkerung nimmt es mit Humor: “I am pissed that Google Street View chose dustbin day to come past my house – looks very untidy!” (Ich bin genervt, dass Google Street View den Müllabfuhr-Tag genommen hat, um  mein Haus zu zeigen. Sieht dreckig aus!) twittert dotmatt.

    Begeisterung bei den Twitterern, die nicht nur keine Angst vor einer Aufhebung ihrer Privatsphäre haben, sondern diese auch noch unterstützen. “awsome” (großartig) ist das Wort, das  Twitter heute dominiert. Die Südafrikaner sind aus dem Häuschen “Currently looking at a picture of my house/my garden/my block” (Schau gerade ein Bild meines Hauses/Gartens/Häuserblocks an) -  Meldungen überschlagen sich.

    Südafrikas Twitterer wurden auf die Bühne gesetzt und beginnen nun ihren Striptease.

    Die leichten Hemmungen am Anfang werden schnell überwunden. “Wow, I feel violated, Google Street View has pictures of my house …. In a complex … Very very impresive ….” (Wow, ich fühle mich belästigt, Google Street View hat Bilder meines Hauses…Alles in allem… sehr, sehr beeindruckend…) twittert Vernon Harvey.

    Die Zu-Hause-Gebliebenen können sich freuen – so rücken wir noch einen Schritt näher zur WM.




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