Hi-Jacking: So schützt man sich vorm Autoüberfall

Hier besser nicht aussteigen: Straßenschilder warnen in Südafrika vor Überfällen. Foto: Wikimedia Commons
Manchmal helfen auch Warnschilder nicht: Vier chinesische Journalisten haben gestern erste Erfahrungen mit einem kriminellen Phänomen in Südafrika gemacht, das für fremde Ohren einen ungewöhnlichen Namen trägt. Beim so genannten Hi-jacking werden Autos mitten auf der Straße angehalten und die Insassen zur Herausgabe ihres Hab und Guts gezwungen. Die vier Journalisten aus China wurden auf diese Weise um ihr Kleingeld und um eine Kamera im Wert von rund 1.500 US-Dollar gebracht. Sie befanden sich auf dem Rückweg von einem Interview nach Johannesburg, als mehrere Männer ihr Auto stoppten.
Tipps zur Vorsorge
Der sports information blog berichtet, dass seit dem 3. Juni vor den Chinesen bereits fünf andere ausländische Journalisten ausgeraubt worden sind. Auf der Seite gibt es auch ein paar Tipps unter Kollegen:
1. “You must close all windows and doors when driving.” (Fenster und Türen während des Fahrens verriegeln.)
2. Don’t stop when a stranger suddenly pulls up to you. (Nicht anhalten, wenn sich ein fremdes Fahrzeug nähert.)
3. Only because someone is dressed in a blue police uniform doesn’t necessarily mean it is a policeman. (Nur weil jemand eine blaue Polizeiuniform trägt, bedeutet das noch lange nicht, dass es sich um einen Polizisten handelt.)
4. If you are being robbed, cooperate and don’t try to resist. (Wenn man ausgeraubt wird, sollte man kooperieren und nicht versuchen, sich zu wehren.)
Die Netzgemeinde bedauert, dass die WM-Stimmung durch diese Überfälle getrübt wird. So twittert chrisduhamel: “Journalists at the world cup have been held up at gun point & robbed.. this isn’t good South Africa, the world is watching.. don’t ruin this.” (WM-Journalisten wurden mit Waffengewalt angehalten und ausgeraubt … das ist nicht gut für Südafrika, die Welt schaut zu… ruiniert nicht alles.) Lakonischer reagiert da schon TalitaMyburgh, sie kommentiert auf Twitter: “Group of journalists robbed – welcome to South Africa!.” (Eine Gruppe von Journalisten wurde ausgeraubt – herzlich willkommen in Südafrika.)
Wer sich in Südafrika bewegt, muss sich eben auf die Gegebenheiten einstellen. Das zumindest glaubt Nic Haralambous, Blogger der Seite sarocks: “It’s sad to say but it’s the truth. Almost everyone I know has been directly or indirectly affected by a hijacking or other violent crime in SA.” (Es ist zwar traurig, aber wahr. Jeder, den ich kenne, war schon einmal direkt oder indirekt Opfer eines Hijackings oder einer Gewalttat in Südafrika.)
