Schulfrei zur WM

Nannies gesucht!

10:06 10.06.2010

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    Hajierah Noordien freut sich auf die WM, keine Frage. Doch ein Geschenk der Regierung für Südafrikas Nachwuchs bereitet ihr Sorgen: Ihre Kinder bekommen drei Wochen eher Schulferien als sonst. Weshalb das ein Problem ist, erzählt sie im facebook-Interview.

    Schule aus, sie geh'n nachhaus: Hassan und Fatimah aus Kapstadt. Foto: Privat.

    ich: heute ist der erste ferientag deiner beiden Kinder hassan und fatimah … wegen der WM haben sie drei wochen mehr winterferien als üblich. da ist die freude bei allen groß, oder?

    hajierah: na, für die kinder im land ist das natürlich eine absolut großartige nachricht. aber für uns eltern ist es ein alptraum, besonders wenn beide einen vollzeit-job haben. wer bekommt schon fünf wochen frei, um sich um die kleinen zu kümmern?

    ich: welche lösung haben dein mann und du gefunden?

    hajierah: wir haben uns bei familie, freunden und nachbarn umgehört, die tagsüber nicht arbeiten und deshalb nach den beiden schauen können. bei uns hat das zum glück geklappt …  aber eine freundin von mir, tracy benting,  ist beinahe verzweifelt. sie hat schließlich bei facebook eine nachricht gepostet, dass sie dringend betreuung für ihre kinder sucht. und es haben sich tatsächlich ein paar leute gemeldet und ihr gute Ratschläge gegeben! dadurch hat sie jetzt einen betreuungsplatz hier in kapstadt gefunden.

    Hajierah Noordien

    Hajierah Noordien wurde in Kapstadt geboren und lebt noch immer da. Zusammen mit ihrem Mann Mohammed betreibt sie eine PR-Agentur, die NGOs betreut. Die Beiden haben zwei Kinder, Hassan (5) und Fatimah (2).

    ich: haben alle eltern so viel glück?

    hajierah: bestimmt nicht. es gibt viele familien in südafrika, die keine verwandte  haben, auf die sie zurückgreifen können. oder sie haben einfach nicht das geld, eine nanny zu bezahlen. das bedeutet, dass viele kinder während der wm sich selbst überlassen sein werden und sich deshalb in einkaufszentren oder um die stadien herumtreiben.

    ich: gibt es unterstützung für die eltern von öffentlicher seite?

    hajierah: viele gruppen im land haben sich schon zu dem thema geäussert. einige davon warnen sogar, dass das risiko für entführungen und kinderhandel steigen könnte. das ist nämlich ohne die wm schon ein großes problem in südafrika. konkrete hilfe bietet zum beispiel das children’s rights center: dort gibt es ratschläge für eltern und gemeinden, wie man kinder am besten beschäftigt.

    ich: was machst du heute mit deinen kindern?

    hajierah: ich schau’ mit den beiden mal bei unserer gemeindebibliothek vorbei…  da gibt es hoffentlich ein ferienprogramm.




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