Nelson Mandela

Nelson Mandela – Ein Twitter-Porträt

20:06 14.06.2010

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    Es gibt tausende Artikel über Nelson Mandela. Was soll man da noch schreiben? Nun, vielleicht das, was er selbst gesagt hat: Ein Versuch, den Menschen Mandela und seine Sicht auf das Leben zu verstehen – aus den weltweiten Twitter-Zitierungen der letzten 24 Stunden vor der Eröffnung der Weltmeisterschaft.

    Politiker sagen gerne große Worte – und meist klingen sie gewollt. Doch manche Politiker sagen, was sie denken und es klingt immer groß. Das macht sie zu Lichtfiguren. Menschen, denen ganze Nationen vertrauen und folgen. Ghandi war so eine Figur. John F. Kennedy auch. Nelson Mandela ist es noch heute.

    Mandela ist Südafrika, wie es gerne wäre. Seit 1994 – nachdem die Apartheid abgeschafft war.

    Die Engländerin Wendy Baley zitiert Desmond Tutu: “Am Tag, an dem Nelson Mandela das Victor Vester-Gefängnis verließ, erwachte unser gemeinsamer Geist.”

    Es war der 11. Februar 1990 – in seiner Rede vor 120.000 Zuhörern im Stadion Sowetos, erklangen Worte der Versöhnung. Mandelas Freiheit war die Hoffnung Südafrikas.

    „Vergebung befreit die Seele. Sie nimmt die Angst. Das ist der Grund, warum sie eine so mächtige Waffe ist“, gibt die Jamaikanerin Jody-Ann Dean den großen Südafrikaner wieder.

    Ein langer Kampf für Freiheit

    Sein Geist blieb immer frei, auch wenn er in Gefangenschaft lebte – Gefangener 46664. 28 Jahre lang. 1985 lehnte er ein Angebot ab, freigelassen zu werden – unter der Bedingung, den Kampf gegen die Apartheid zu beenden. Mandela blieb gefangen, für die Freiheit Südafrikas:

    „Um frei zu sein, ist es nicht notwendig jemandem die Ketten abzunehmen, sondern so zu leben, dass es die Freiheit anderer respektiert und erweitert“, zitiert die Amerikanerin Ciona Rouse.

    Mandela riss die Massen in Südafrika mit sich. Als Vorsitzender des Afrikanischen National Kongress (ANC) stand er für das schwarze Afrika, dass sich seine Freiheit von den weißen Unterdrückern erfolgreich erkämpft hatte.

    Causes Effects, zwitschert Mandelas Worte der Freiheit: “Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, wird unser Auftreten automatisch andere befreien.“

    Ein stiller Held spricht die Worte des Volks

    Ein Volksheld war geboren, den die Schwarzen Südafrikas liebevoll Mabulu nennen, auch weil er für Verständigung und Einheit warb und nicht die alten Peiniger verdammte. Und die schwarze Bevölkerung folgte ihm, denn Mandelas Worte appellierten nicht, sondern beschützten.

    “Wenn du mit einem Menschen in einer Sprache sprichst, die er versteht, bleibt das Gesagte in seinem Kopf. Wenn du mit ihm in seiner Sprache sprichst, dann bleibt es in seinem Herzen“, so erklärte es Mandela, schreibt der Kanadier, Les J Argen.

    Mandela, im Township Soweto aufgewachsen, sprach die Sprache der Menschen. Die Sprache auf die sie lange gewartet hatten. Und immer wieder ermahnte er, sich nicht der Rache zu bemächtigen.

    Auf der südafrikanischen Twitterseite von safcrock findet sich sein oft wiederholter Aufruf wieder: “Ich verabscheue Rassismus, weil ich es für Barbarei halte – egal ob es von einem Schwarzen oder einem Weißen ausgeht.”

    Vom Freiheitskämpfer zum Moderator der Freiheit

    1994 wurde Mandela der erste schwarze Präsident Südafrikas. Der ehemalige Freiheitskämpfer, der die Gewalt für die Freiheit nicht gescheut hatte, wurde zum pazifistischen Moderator – der die Vergangenheit ruhen lassen konnte.

    “In meinem Land gehen wir erst ins Gefängnis und werden dann Präsident”, zitiert Ali Chaidar aus Indonesien Nelson Mandela.

    Mit seinem Humor brachte er die Menschen zum Lachen. Mit seiner Stärke nahm er sie mit auf den Weg in südafrikas Zukunft:

    “Es geht voran. Unser Marsch Richtung Freiheit und Gerechtigkeit ist unwiderruflich“, lobt das UN-Projekt ‘Afrika Renewal’ Mandelas Worte auf Twitter.

    Seine Taten werden immer bleiben

    Der Friedensnobelpreisträger gab die Präsidentschaft an seinen Weggefährten Thabo Mbeki ab. Doch als Held Südafrikas, als Kämpfer des Friedens, als Idol der Welt, blieb er an der Spitze seines Volkes.

    Bis heute! Der 91-jährige ist körperlich sehr schwach, aber für das südafrikanische Volk ist er immer noch der Stärkste.




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