Verkehrssituation

Stau – Alltag in Johannesburg

15:06 08.06.2010

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    Es ist jeden Tag das gleiche Thema: Stau bestimmt das Leben der Menschen in Johannesburg. Dabei sollte sich die Verkehrssituation in der Südafrikanischen Metropole bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft eigentlich entspannen. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus.

    Sie sind genervt, verärgert, und haben in den wenigsten Fällen Verständnis für die Situation auf den Straßen: Johannesburgs Autofahrer werden von der Verkehrssituation in der beliebten Metropole besonders hart getroffen. “I hate Joburg traffic!!!!!! Why can they not get it right!!!” (“Ich hasse Johannesburger Verkehr!!!!! Warum kann man das Problem nicht lösen!!!”), twittert Melda001 entrüstet.

    “joburg traffic s a nightmare” (“Johannesburger Verkehr ist ein Albtraum” – so lautet ein ebenfalls eindeutiges Votum von Twitter-User 1Bassie.

    Lange Wartezeiten sind normal

    Fakt ist: Wer in Johannesburg mit Auto oder Bus unterwegs ist, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Und das wird wohl auch im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft der Fall sein. Mitarbeiter der Stadt haben zwar einen Plan entwickelt, der für Entlastungen auf den Straßen sorgen soll. Aber noch scheint dieser keine wesentliche Auswirkung auf Johannesburgs Verkehrssituation zu haben. “As the first major test for Johannesburg’s traffic plans for the World Cup, it can only be described as disastrous” (“Angesichts des Verlaufs der ersten großen Tests betreffend der Verkehrspläne für Johannesburg bei der WM kann das Ganze nur als desaströs bezeichnet werden”), twittert User pascorisk.

    Immerhin:  Die Präsenz der Verkehrspolizisten in Johannesburg hat sich deutlich verstärkt. “Never seen as many traffic cops directing traffic as at Joburg airport right now. 6 at one, simple pedestrian crossing” (“Ich habe noch nie so viele Polizisten den Verkehr am Johannesburger Flughafen leiten gesehen wie jetzt gerade. Sechs an einem einfachen Fußgängerübergang”, schreibt Twitter-User phillipdewet.

    Südafrika hofft und arbeitet

    Auch Gastbloggerin Katharina Lehmann kennt die Situation vor Ort. Mit ihrem Wagen ist sie häufig auf den Straßen von Johannesburg unterwegs und beschreibt die Szenen auf dem Asphalt wie folgt: “Seitdem Südafrika in den letzten Vorbereitungen der WM steckt, hört und sieht man es überall: Bagger, Presslufthammer, Schlaglöcher auf den Straßen und ein Maß an Bauarbeitern, die versuchen, alles WM-tauglich zu machen. Schaffen sie es? Die Welt zweifelt. Südafrika hofft und arbeitet – nun auch Tag und Nacht. Baustellen, ein interessantes Phänomen. Fünf Bauarbeiter stehen um einen herum, der arbeitet. Arbeitslosigkeit? Die ist indirekt mit 40% sehr hoch. Effizienz? Die ist eher gering. Ein anderes Land, eine andere Kultur.”

    Für 70 Cent durch die City

    Lehmann weiter: “Gerade in Johannesburg ist Verkehr ein sehr wichtiges und nervenaufreibendes Thema. Wenn ich gegen vier Uhr die University of the Witwatersrand verlasse, eine Schranke nach der anderen passiere und durch alle Sicherheitsvorkehrungen gekommen bin, stehe ich an der nächsten Ampel. Ein Blumenverkäufer und hundert Fahnen schwingende Straßenverkäufer umringen mein Auto und feilschen mit mir. Die Welt zu Gast bei Freunden. Herrlich. Die Ampel schaltet auf grün, ich fahre los, zwei Meter und dann stehe ich wieder im Stau. Hinter mir hupt ein Mini-Taxi. Das restlos überfüllte Gefährt transportiert für nur 70 Cent hunderte von (vorwiegend) schwarzen Südafrikanern und Afrikanern. Endlich erreiche ich die Ausfahrt nach Emmarentia. Ich biege ab und zack bin ich auf dem Weg nach Hause. Ich habe einen Kilometer in nur 15 Minuten zurückgelegt, das ist Rekord! Verkehr, Stau und WM gehören hier in Joburg einfach zusammen.”

    Wer in der City unterwegs ist, muss also Gelassenheit walten lassen. So ist es nun einmal im WM-Land 2010. This is South Africa!




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