Ticket-Aktion

Zwei Halbzeiten Glück zu verschenken

16:06 06.06.2010

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    Kinder aus den Townships haben eigentlich keine Chance, die WM-Spiele zu besuchen. Die Tickets sind zu teuer, Transportmöglichkeiten gibt es für sie nicht. Doch dank eines Fifa-Projekts können 10.000 Kinder nun live dabei sein.

    Das Team ECI und die Organisatoren von Grassroot Soccer Foto:eci2010.blogspot

    Selbst Polokwane, ein kleines Dorf nördlich von Johannesburg, liegt schon “in the middle of nowhere”. Fährt man von dort nochmals 70 Kilometer weiter, sieht man nichts mehr als staubige Wege, die ins Nichts führen. Als die sieben Mitarbeiter in dem Dorf ankommen, bietet sich ihnen ein eigenartiges Bild:  “Als wir am Spätnachmittag angekommen sind, haben uns dann knapp 20 Schwarze empfangen – das halbe Dorf. Die Organisation hat ihr Büro in einer Mini-Garage, dort haben wir uns auch zusammengesetzt. Ich glaube die Hälfte der Leute hat kein Wort Englisch verstanden, trotzdem wurde jeder Satz beklatscht und gefeiert”, schreibt Marius auf seinem Blog.  Zusammen mit seinen sechs Kollegen von Event Consulting International besucht er hier zwei Organisationen, die mithelfen werden, ab Beginn der WM Tickets für die Spiele zu verteilen. Das Besondere: Die Tickets gehen an Kinder aus Townships in ganz Südafrika. Der Sony Ticket Fund stellt 10.000 dieser Billets in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation Grassroot Soccer bereit, deren Vorsitz die Fifa innehat. Gassroot Soccer bedient diverse soziale Einrichtungen, die die Kinder aussuchen.

    Busanzahl, Parkgenehmigungen, Zeitpläne – an alles muss gedacht werden

    Marius und die anderen sollen nun für einen reibungslosen Transport  sorgen. Eine echte Herausforderung, denn bevor die WM am Freitag losgeht,  müssen die  Organisationen in den Townships besucht werden, Informationen eingeholt werden. Für das Team, das aus Südafrikanern, Deutschen, Österreichern und Thailändern besteht, bedeutet das noch viel Arbeit. Immerhin werden  sie insgesamt 10.000 Kinder in neun Stadien fahren. Busanzahl, Parkgenehmigungen, Zeitpläne – an alles muss gedacht werden. “Bei uns im Büro wird es nun richtig stressig, wir waren letzte Woche in halb Südafrika unterwegs auf Besprechungen und Terminen”, schreibt Marius dazu auf seinem Blog.

    Kicken als Mittel für den Kampf gegen Aids: Die Nonprofit-Organisation Grassroot Soccer arbeitet schon seit vielen Jahren in den Townships mit  sozialen Einrichtungen zusammen, betreibt Aufklärungsarbeit, klärt die Kids über HIV auf.  Profi-Fußballer und lokale Sport-Trainer dienen hier als Vorbilder. Sie trainieren die Kids, fördern ihre Talente,  klären sie aber auch über Risiken beim Sex auf. Auf ihrer Facebook-Seite schreiben die Organisatoren: “Using the power of soccer in the fight against HIV and AIDS, Grassroot Soccer provides youth worldwide with the knowledge, life skills and support to live healthier lives.” (Wir nutzen die Kraft des Fußballs im Kampf gegen HIV und Aids, indem wir der Jugend weltweit Wissen und Fähigkeiten vermitteln, damit sie ein gesünderes Leben führen können.”) Das Video zeigt Kinder beim Fußballspielen.

    Der Kampf um die Tickets steht noch bevor

    In den Townships zwischen den Bretterhütten zu kicken, bedeutet für die Kinder auch, dem täglichen Kampf gegen Hunger, Krankheiten und Dreck wenigstens für kurze Zeit zu entkommen. Doch bei einem  Spiel live dabei und den ganz Großen dieser Welt einmal nahe zu sein, ist für die meisten Kinder ein schier unereichbarer Lebenstraum. Und so wird der ganz große Kampf um die Sony-Tickets erst noch losgehen. Dass die Verteilung der Karten noch einige Probleme mit sich bringen wird, hat auch Marius bemerkt – selbst in dem kleinen Dorf nördlich von Polokwane. Er schreibt: “Sie hatten eigentlich erwartet, dass wir die Tickets schon mitbringen, aber die werden den Kindern natürlich erst vor dem Stadion übergeben, ansonsten würde da mit Sicherheit nicht das Kind ins Stadion gehen, sondern der Papa oder der große Bruder!”




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