Fußball und Identität

Die Aura des Kriegers

21:06 03.06.2010

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    Er ist Südafrika. Wenn Didier Drogba Fußball spielt, ist das Land geeint. In einem vollen Stadion schüttelt Drogbar die Verteiger ab. Scheinbar mühelos umspielt er sie, der Ball klebt an seinem Fuß. Schnelligkeit, Kraft und die Aura eines Kriegers. Das orangene Nationaltrikot der Elfenbeinküste klebt an seinem Oberkörper, die schwarze Kapitänsbinde an seinem Arm.Wer ist dieser Mann?

    “If  you know anything about Chelsea and Didier Drogba then you know of our country”, twittert Ange-Marie Kouame. Didier Drogba ist die Elfenbeinküste. Und die Elfenbeinküste ist Didier Drogba.

    Power Inside

    Mit sechs Teams ist Afrika bei der Weltmeisterschaft vertreten. Doch es ist Didier Drogba, der die Aufmerksamkeit seiner Landsleute auf sich zieht. Und die ihn wie einen Heiligen verehren. In einem vollen Stadion schüttelt Drogbar die Verteiger ab. Scheinbar mühelos umspielt er sie, der Ball klebt an seinem Fuß. Schnelligkeit, Kraft und die Aura eines Kriegers. Das orangene Nationaltrikot der Elfenbeinküste klebt an seinem Oberkörper, die schwarze Kapitänsbinde an seinem Arm.

    Drogba, der Werbestar: Auch im durchgeschwitzten Trikot macht er eine gute Figur.

    “Didieer Drogbaaaaa! Laaaalaaaaalaaaa”, rufen sie im Stadion und feiern ihn, den Pokalsieger und Meister in der Premiere League. Auf den Straßen Südafrikas, abseits der englischen Fußballarena, wispern sie Drogbacité und meinen seine Lebensart: bescheiden, großzügig und tolerant.  Die Elf, die Rückennummer seines Trikos, gilt als Chiffre für ein besseres Leben. Didier Drogba ist Mythos und  Hoffnungsträger. Nicht nur in Südafrika.

    Die UN ernannte ihn zum Goodwill-Botschafter: Wenn er Fußball spielt, ist Südafrika geeint. Mit Pepsi und Nike schloss er millionenschwere Werbeverträge. Das Time Magazin zählt ihn deshalb zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Ein Fußballer unter Wirtschaftsbossen, Nobelpreisträgern und Staatspräsidenten. Doch Didier Drogba bleibt bescheiden. Seine Lieblingsseite in seinem Facebook-Profil ist die von Frank Lampard.

    Didier Yves Drogba Tébily ist sein vollständiger Name. Er ist Afrikas Fußballer des Jahres, vom Volk der Bété und der Capitano. Die hard Facts lesen sich unaufgeregt: 32 Jahre alt, 67 Einsätze für die Elfenbeinküste und 44 Treffer im Nationaltrikot.  Zu everybody’s darling macht ihn das jedoch nicht. Didier Drogba polarisiert. “Drogba sucks”, die Headline des Tweets ist deutlich. 380 Leute machen keinen Hehl daraus, dass sie Drogba hassen. Weil er für den FC Chelsea spielt – einen englischen Fußballclub.

    Im Web glauben sie trotzdem fest an ihren Hoffnungsträger. Rueben Lifshitz zwitschert optimistisch:  “If cote d’ivoire don’t make last16 something is wrong with african football. Pobably sven.”  Drogbas 261. 042 Facebook-Fans gefällt das.

    “Who’ll be the star at the WC?” Robbert aus den Niederlanden twittert die Gretchenfrage. Ronaldo? Rooney? Robben? Sean Osas William kennt die Antwort: “When the whole world converge in south africa, I know one man that will surely be outstanding is Didier Drogba. Ride on Didier Drogba. God is behind you.” Das ist Südafrika.




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