Entwicklungshilfe

Kicken mit Kindern – und Verbrechern

18:06 03.06.2010

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    Sie haben den WM-Countdown von Beginn an vor Ort miterlebt. Seit Februar sind Volunteers von der Europäisch-Baptistischen Mission in Südafrika, um Entwicklungshilfe zu leisten. Sie trainieren eigentlich mit Kindern in Not. Doch zuletzt waren sie im Gefängnis.

    Raub, Vergewaltigung, Entführung und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt – das Schicksal eines 20-Jährigen ging Jephta Armisen besonders nah. Der ist gemeinsam mit einigen Kollegen für fünf Monate als Volunteer für die Europäisch-Baptistische Mission in Südafrika. Er leistet Entwicklungshilfe – zurzeit in Pretoria. Mit Fußball. In erster Linie versuchen die Volunteers damit, arme Kinder von der Straße zu holen. Doch die Trainingscamps bieten sie auch im Gefängnis an, für jugendliche Straftäter.

    Schon seit Februar sind die Volunteers in Südafrika. Mit Erfolg. Über ein Camp in Pampierstad schreibt Armisen in seinem Blog: “Wir hatten noch nicht einmal die Tore aufgebaut, da wartete schon eine Masse von Kindern auf uns. Am Ende hatten wir ca. 120 Kinder bei uns.” Der Glaube spielt dabei nur eine Nebenrolle. Armisen-Kollege Carsten Hilbert: in seinem Blog: “Man hört natürlich nicht auf, Christ zu sein, wenn man in’s Ausland geht. Doch wir Volontäre sind keine Missionare. Wir machen ganz normale Entwicklungshilfe dort und helfen Menschen, die in Not sind.”

    Zuletzt der Besuch im Gefängnis. Dort traf der gebürtige Braunschweiger Armisen auf einen 20-jährigen Vergewaltiger. “Es ist schon ein komisches Gefühl, neben ihm zu sitzen und zu reden”, schreibt er. Er habe sich nicht vorstellen können, dass der sympathische Junge diese Straftaten begangen haben soll.

    “Das sind schon ergreifende Geschichten”, schreibt Armisen. Der jüngste Insasse sei 16 Jahre alt und zu 1,5 Jahren verurteilt. Seine Eltern wüssten nicht, wo er sich befindet. “Er hat totale Angst dort im Gefängnis, sagt, dass es dort täglich Schlägereien gibt, die Wärter grausam sind und sogar regelmäßig jemand von den Insassen stirbt”, erzählt der Volunteer, der sich ab sofort erstmal wieder um Kinder kümmert.




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