Star-Autor im Video-Interview

Deon Meyer schämt sich für Südafrika

17:06 03.06.2010

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    Er ist der erfolgreichste Krimi-Autor Südafrikas. Deon Meyer ist gebürtiger Bure und veröffentlichte seinen ersten Roman auf Afrikaans. Im Video-Interview spricht der Schriftsteller über seinen neuen Roman "Dreizehn Stunden" und darüber, warum er sich wegen der Vergangenheit seines Heimatlandes schämt.

    Deon Meyer mit Fan

    Deon Meyer (li.) ist einer der erfolgreichsten Krimi-Autoren in Südafrika. Auch in Deutschland (im Bild mit einem Fan in Osnabrück) ist der Schriftsteller längst kein Unbekannter mehr. Foto: Debbie Coetzee-Lachmann

    An die Zeit der Apartheid denkt Deon Meyer ungern zurück. “Ich erinnere mich daran, dass wir uns für unser Land geschämt haben”, sagt der Krimi-Autor. “Wir haben uns geschämt für das, wer wir waren und was wir waren”, sagt Meyer im Video-Interview. Heute ist der Schriftsteller stolz, dass die Rassentrennung zumindest offiziell überwunden ist.

    Der gebürtige Bure lebt seit über 50 Jahren in Südafrika und hat die Zeit der Rassentrennung hautnah miterlebt. Ihm ist es wichtig, auf die gesellschaftlichen Fortschritte seit dem Ende der Apartheid aufmerksam zu machen. Die Menschen in Südafrika seien stolz auf das, was sie erreicht hätten, sagt Meyer. In seinem neuesten Roman “Dreizehn Stunden” betont Meyer die immer noch vorhandenen Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen.

    Deon Meyer wurde 1958 in der Industriestadt Paarl in Südafrika geboren. Er kommt aus einer einfachen Familie. Die radikalen Bewegungen während der Zeit der Apartheid begreift Meyer erst als Student. Bereits mit 14 Jahren schrieb er seinen ersten Roman, der allerdings von seinen beiden Brüdern zerrissen wurde. Nach Militärdienst und Studium verdiente sich Meyer seine ersten Meriten als Journalist bei der Tageszeitung “Die Volksblad”. Mit seiner Frau und und seinen vier Kindern lebt er in Melkbosstrand an der Westküste. Deon Meyer liebt Rugby, Mozart und ist passionierter Motorradfahrer.

    Mit “Dreizehn Stunden” gelang dem Schriftsteller ein rasanter und hintergründiger Roman, der in Südafrika als bester Spannungsroman des Jahres ausgezeichnet wurde. Sein Thriller “Das Herz des Jägers” (2003 erschienen) wurde mit dem “ATKV Prose Prize” ausgezeichnet, einem wichtigen südafrikanischen Literaturpreis. In den USA wurde der Krimi zu den zehn besten Thrillern des Jahres ernannt. Die Kritiker sind besonders von Meyers atmosphärischen Schilderungen von Südafrika beeindruckt.

    Auch die ersten Leser sind von “Dreizehn Stunden” begeistert. Erzählt wird die Geschichte von Inspektor Griessel, der genau dreizehn Stunden Zeit hat, um eine verschwundene Frau zu finden, zwei Mordfälle aufzuklären und nebenbei seine Karriere und sein Privatleben zu retten. “Normalerweise kann ich dabei nicht aufhören zu lesen, doch hier war es anders”, schreibt User Andreas im Literaturblog. “Hin und wieder musste ich das Buch zur Seite legen, um selbst ein wenig Atem zu holen. Aber immer nur für ein paar Minuten, dann war die Neugier schon wieder stärker.”

    In Deutschland ist Deon Meyer längst kein Unbekannter mehr. Auch im Internet organisieren sich die ersten Fans und sammeln auf Facebook Informationen über den Schriftsteller.




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