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Die schönsten Orte Südafrikas

Tosende Wassermassen sind das Highlight im Augrabies National Park: Hier tobt der Oranje River über die Klippen. Doch auch abseits der Fälle hat der Park viel zu bieten. Matthias, Andreas, Christian und Martin haben eine Tour unternommen.

+++++13. Juni++++++++++

Wer bei Afrika nur an staubtrockene Steppe denkt, war noch nie im Augrabie-Nationalpark.  Im Norden Südafrikas, an der Grenze zu Namibia, fließt hier der Oranje Fluss – und endet in spektakulären Wasserfällen.

Der Name “Augrabie” bedeutet in der Sprache der Ureinwohner San “Ort des Lärms”. Und laut ist es, wenn sich der 150 Meter breite Fluss rund 60 Meter in die Tiefe stürzt.  Die Landschaft rund um die Schlucht ist eigenartig geformt: Das Wasser hat über die Jahre hinweg eine ganz eigene “Mondlandschaft” geschaffen.

Um die  Augrabie-Fälle  herum liegt der 220 Quadratkilometer große Nationalpark.  Leoparden, Strauße, Zebras und Giraffen sind nur einige Wesen, die die Nähe des Wassers suchen.  Auch Martin, Christian, Matthias und Andreas aus Deutschland haben mit ihrem Mietjeep eine Tour durch den Park unternommen.

“Ein Leopard lief genau vor uns her – später haben wir dann das Überbleibsel seiner Jagd gefunden, eine halbgefressene Antilope. Richtig zutraulich wurden die Affen, als sie unsere Deutschlandfahnen am Autospiegel entdeckten. Im Anschluss haben wir noch eine Rafting-Tour unternommen und mit unserem Jeep eine Tour durch die Berge gemacht.”

Am Besten besucht man den Park in den Frühlings- und Herbstmonaten, wenn die Temperaturen angenehm sind. In den Winternächten kühlt es bis 0 Grad ab, im Sommer steigt die Hitze auf über 40 Grad.

Aubragie-Fälle

Rund 60 Meter tief stürzen die Wassermassen im Aubragie Park herunter. Foto: dirtykoala/flickr

++++++12. Juni++++++++

Von diesem Ort hat Kapstadt seinen Namen: Das Kap der guten Hoffnung, rund 45 Kilometer von der Metropole entfernt.  Der südwestlichste Punkt Afrikas ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Früher war das Kap bei Seefahrern gefürchtet, denn eine tückische Felsenlandschaft unter Wasser ließ jedes Schiff sinken, dass den Ort nicht weiträumig umsegelte. Dazu kamen noch starke Winde, die dem Kap seinen Spitznamen “Kap der Stürme” einbrachten. Noch immer zeugen Schiffswracks  um das Kap von den ersten Versuchen, in Südafrika zu landen.

Mehr Erfolg hatten die portugiesischen Seefahrer Bartholomeu Diaz und Vasco Da Gama. Die ersten Entdecker des Kaps waren eigentlich auf der Suche nach einem schnelleren Seeweg nach Indien. Noch heute erinnern riesige Navigationskreuze aus Stein an Diaz und Da Gama.

Auch Andreas, Martin, Matthias und Christian aus Deutschland statteten den windumtosten Klippen einen Besuch ab:

“Wir sind extra früh hingegangen, wenn es noch ruhig ist und noch nicht von Touristen überlaufen. Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hatte anscheinend die gleiche Idee – wir haben ihn gleich mal um ein Foto gebeten. Wenn man früh hingeht, entdeckt man auch noch viele Tiere. Wir haben Pinguine und Affen getroffen.”

Auch Kap-Besucher Jens schwärmt auf seinem Blog von der Küstenspitze:

“Der Blick hinunter auf den Atlantik erstaunt mich immer wieder. In der Ferne sieht man Schiffe, die auf einer der der wichtigsten Schifffahrtsrouten unterwegs sind. Schwer vorstellbar, dass es zwischen hier und dem Südpol nur noch Wasser und Eis gibt.”

Am Kap der guten Hoffnung

Raues Klima am Kap der guten Hoffnung kann echte Küsten-Affen nicht schrecken. Foto:unabrow/flickr

++++++ 11. Juni +++++++

Es ist die “Mutterstadt“ des heutigen Südafrikas: Kapstadt.

Mit 3,4 Millionen Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt am Kap, hinter Durban und Johannesburg. Auch politisch kommt ihr eine wichtige Position zu: Sie beherbergt den Sitz des Parlaments.

Getauft und gegründet wurde sie von den Niederländern, die als erste Kolonialmacht an die Küste des Landes kamen. Sie nutzten den Ort vorrangig als Versorgungsstation für die Handelsschiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

Die beiden Ur-Stämme San und Khokoi, die zuerst den Ort besiedelten, wurden von den Niederländern zurückgedrängt. Da sie sich fortan weigerten, mit den Kolonialherren Handel zu treiben und für sie zu arbeiten, importierten die Niederländer Sklaven aus Malaysia, Madagaskar, Indien und Indonesien.

Diese wurden nicht nur als Arbeitskraft genutzt: Da es in der jungen Kolonie an Frauen mangelte, begannen viele Niederländer Verhältnisse mit den Sklavinnen. Die bunte Bevölkerung der „Regenbogennation“ war geboren.

Heutzutage wird Kapstadt als kulturelle Metropole von vielen Touristen geschätzt, so auch von Megan Menzel auf ihrem Blog:

“The sunny, windy, charming and cosmopolitan city of Cape Town. It is cultural, vibrant and is the jewel of SA. I am in love and could stay here for ever. We are bunking at an amazing place and you meet so many travellers around the world – just fantastic. I can see this is a place where you just get stuck!”

(Das sonnige, windige, charmante und weltoffene Kapstadt. Es ist kulturell, vibrierend und das Juwel von Südafrika. Ich bin verliebt und könnte hier für immer bleiben. Wir kampieren an einem wundervollen Ort und treffen so viele Reisende aus aller Welt – einfach fantastisch. Ich merke, dass das hier ein Ort ist, wo man hängen bleiben kann!)

St. james Beach in Kapstadt

Kapstadt hat nicht nur als Metropole viel zu bieten, auch die Strände sind legendär - wie hier der St. James Beach. Foto:otherdave/flickr

+++++ 10. Juni ++++++

20.000 Quadratkilometer freie Wildbahn: Im größten Nationalpark Südafrikas leben nicht nur die „Big Five“ (Nashorn, Elefant, Büffel, Leopard, Löwe), sondern noch rund 145 andere Tierarten.

Der Kruger Nationalpark wurde bereits 1898 unter Präsident Paul Kruger gegründet.

“The experience was beyond words. It was actually exhausting to be on the look-out all day since the animals are so hard to see. You probably only see a quarter of all the animals within your sight. The absolutely crazy thing is that the rangers, even while driving, talking, and on look-out, can see stuff in the distance at speed that I can barely make out and that many people couldn’t see without binoculars. It’s an amazing Ability.”

(“Das war ein Erlebnis, das man nicht mit Worten beschreiben kann. Es war anstrengend, die ganze Zeit Ausschau nach den Tieren zu halten, die echt schwer zu sehen waren. Du siehst höchstens ein Viertel aller Tiere. Das absolut Verrückte ist, dass die Ranger, obwohl sie fahren, reden und Ausschau halten, so schnell Sachen von weit weg erkennen können, die ich und auch andere ohne Fernglas kaum erkennen können. Es ist eine außergewöhnliche Eigenschaft”), schreibt Connely auf seinem Blog.

Den Tipp zur richtigen Besucherzeit postet Nadine Visagie:

“Visiting KNP will be a memorable experience during any time of the year but the winter months from April to September are regarded as the best time to view game when the vegetation becomes limited and animals are forced to drink water from rivers and water holes.”

(“Den Kruger Nationalpark zu besichtigen, ist zu jeder Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis, aber die Wintermonate von April bis September sind die beste Zeit, um Tiere zu beobachten, weil die Vegetation zurückgeht und die Tiere gezwungen sind, zu den Flüssen und Wasserlöchern zu kommen.”)

Früher war es im Park noch erlaubt, auf die Jagd zu gehen. Mittlerweile werden die Tiere mit aller Konsequenz geschützt, damit ein Kleinod wie der Kruger noch von vielen Besuchern genossen werden kann.

Leoparden im Kruger

Die beiden lassen's sich schmecken - im Kruger National Park. Foto:Fee Grebner/facebook

++++++ 9. Juni++++++

Die Angehörigen des Khoisan-Stammes gaben ihm seinen Namen: Tsitsikamma. Übersetzt bedeutet das “Ort mit viel Wasser” – treffender hätte man den heutigen Nationalpark zwischen Port Elizabeth und Kapstadt wohl nicht beschreiben können. Nur rund 70 Kilometer von Plettenberg Bay entfernt, liegt er auf der berühmten “Garden Route” – einem Landstrich, auf dem sich Küsten, Berge, Felder und Regenwald abwechseln. 

80 Kilometer lang erstreckt sich die Küste, an die der Indische Ozean hier mit aller Gewalt rauscht. Für Vogelfreunde gibt es hier ein besonderes Highlight: Es ist die Heimat des schwarzen, afrikanischen Austernfischers, einer seltenen südafrikanischen Vogelspezies.

Fast direkt dahinter liegt die grüne Seele des Parks: Der Regenwald. In seinem Dickicht verstecken sich Mini-Antilopen, Otter und viele andere Arten.  Nicht nur Tierfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn im Park selber kann man Mountainbike-Touren machen, klettern oder wie Tarzan an der Seilbahn durch die Wipfel rasen.

Manuela Hufnagel aus Deutschland arbeitet zurzeit in Kapstadt und hat den Park besucht.  Zwei Tage lang wanderte sie den Otter Trail entlang und testete todesmutig die Seilbahn:

“Auf 13 Strecken, die unterschiedlich lang, steil und schnell sind und in bis zu 30 Meter Höhe liegen, fährt man von Baum zu Baum, von Plattform zu Plattform. Dabei hängt man sich mit Hilfe von Sicherheitsgurten, Karabinerhaken und Radwerken an das Drahtseil und lässt es einfach mal laufen, ähnlich wie damals bei der Seilbahn auf dem Kinderspielplatz. Das Spannende dabei ist, dass man selbst abbremsen muss. Man bekommt einen dicken Handschuh mit Lederbezug und bremst direkt am Seil ab, indem man eine Faust um das Seil bildet und zudrückt. Ein bisschen warm wird es trotz Lederhandschuhe an der Handfläche.  Ein Wahnsinnspaß für rund 40 Euro, da man förmlich durch den Wald fliegt und sich ein wenig wie Peter Pan fühlt – wie damals eben auf dem Spielplatz zu Kindertagen.”

Im tsitsikamma national park

Eine Wanderung auf dem Otter Trail ist anstrengend - aber lohnenswert! Foto:nemolyte/flickr

Auch abseits der Wipfel, auf dem Boden, gab es viel zu entdecken:

“Traumhaftes Wetter hatten wir an unserem Wandertag im Tsitsikamma National Park. Auf dem Programm stand ein 8 km „Hike“ auf einem Teil des berühmten Otter Trails. Das besondere an dieser Wanderung war, dass man auf der kurzen Strecke die verschiedensten Arten von Landschaften, Wege und Aussichten geboten bekam. Los ging es durch den dichten Wald, über kleine Brücken, durch Sträucher, kleine Pfade. Weiter kam man auf kleinen Wegen ohne Schatten direkt an der Küste und am Meer entlang. Plötzlich endete der Wanderweg vor runden Steinfelsen, die in verschiedensten Größen die Küste bildeten. Diese hieß es zu bezwingen. Klettern, springen, runterrutschen  – alles war geboten. Zwischendrin entdeckten wir immer kleine Murmeltiere und Erdmännchen, die sich auf den Steinen sonnten. Zielpunkt war ein wunderschöner Wasserfall unter dem man baden konnte und dessen Wasser direkt ins offene Meer floss. Man konnte durch den Wasserfall schwimmen,  im Becken davor tauchen oder von den Felsen direkt ins Meer springen. Wirklich eine klasse Belohnung für eine schweißtreibende, aber sehr abwechslungsreiche, wunderschöne Wanderung.”

++++++ 8. Juni ++++++

Er garantiert den schönsten Blick auf Kapstadt: Der Tafelberg.  Der höchste Punkt des Plateaus befindet sich auf 1.087 Metern Höhe, am Maclear’s Bacon.

Seit 1929 gibt es mit dem Table Mountain Aerial Cableway sogar eine Seilbahn, die fußfaule Besucher, gegen entsprechendes Entgelt, in etwa sieben Minuten nach oben befördert und dabei einen Höhenunterschied von 700 Metern überwindet. Durch rotierende Kabinen gestattet die Seilbahn, gutes Wetter vorausgesetzt, einen 360-Grad-Blick auf das Umland des Tafelbergs. Seit 1998 ist der Tafelberg Teil des Table-Mountain-Nationalparks.

Zur Stadtseite hin kann man linker Hand den Lion’s Head und den Signal Hill bestaunen, während sich rechter Hand der Devil’s Peak erhebt. Auf der Südseite warten die Zwölf Apostel-Berge und der Atlantik.

Auch Christian, Matthias, Andreas und Martin aus Deutschland haben den Aufstieg gewagt. Pünktlich zur WM sind sie für Spiele und Spaß ans Kap gereist – und lassen uns teilhaben an dem atemberaubenden Rundblick vom Tafelberg.

Matthias auf dem Tafelberg

Das ultimative Freiheitsgefühl auf der Spitze des Tafelbergs: Matthias hat´s ausprobiert Foto:Matthias Flechsig/facebook




Kommentare:

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  1. 16:06 Uhr, 11.06.2010
    susan

    Hallo Bruder Matthias und Andreas, ich bin in Gedanken mit in Afrika. DAnke , dass ihr STimmung und SOnne für uns einfangt. Bis bald. Schwester Susan

  2. 02:06 Uhr, 13.06.2010
    Susanne Tesch

    Hallo Mafle, und auch ein herzliches Hallo restliche Reisegemeinschaft

    Irgendwie bin ich schon neidisch das ich im (grad sonnigen) Deutschland sitzen geblieben bin … ich wünsche dir einen unvergesslichen Urlaub, viel zu sehen und zu erleben und fang noch ein wenig die Stimmung für uns Daheim gebliebenen ein.
    Bleib gesund und komm wohlbehalten wieder …. :)

    liebe grüße deine Kollegin Susanne

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